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DIY: Selbst gemachte Bodylotion mit Aloe Vera

DIY Selbstgemachte Naturkosmetik Bodylotion mit Aloe Vera und Sheabutter

Zeit für ein Naturkosmetik-DIY! Ich weiß nicht, wie oft ich mir schon vorgenommen habe, mal meine Bodylotion oder ein Balsam einfach selber zu rühren. Beim Gesichtsöl denke ich gar nicht nach, da mache ich das einfach.

Da kam die Anfrage von Naissance gerade zum richtigen Zeitpunkt: Lust mal auf eine eigene Bodybutter?! Hm. Auf selbstgemachte Kosmetik auf jeden Fall – doch ich mag es leichter. Also habe ich mir Aloe Vera und ein paar spritzig-duftende ätherischere Öle von Naissance ins Päckchen packen lassen und dieses wirklich einfache Rezept für Euch gemixt:

Selbst gemachte Aloe Vera Bodylotion

[ Werbung ohne Auftrag | enthält PR Produkte von Naissance ] *

Naissance bietet für alle Einsteiger (wie mich!) eine ganz nette Auswahl an allerhand Rohstoffen, um sich eigene Naturkosmetik-Produkte in simplen DIYs selber zusammenzurühren. Viel dazu braucht man eigentlich nicht, denn die meisten Küchengeräte tun es auch. Allerdings sollten diese desinfiziert und abgekocht sein!

Ich habe bisher meine Rohstoffe über andere Marken wie Spinnrad oder Behawe gekauft. In Leipzig gibt es mitten im Zentrum ebenfalls einen kleinen Laden, der Rohstoffe verkauft.

Doch nicht nur Rohstoffe und Rohstoffsets, sondern auch bereits fertige Produkte können vom Familienunternehmen aus Wales gekauft werden.

DIY Aloe Vera Bodylotion – so geht’s

Ihr benötigt:

Rohstoffe

  • 40 g Aloe Vera Gel
  • 20 g Sheabutter
  • 20 ml Mandelöl (oder Aprikosenkernöl)
  • 10-15 Tropfen ätherisches Öl, das sich als Kosmetikum eignet (siehe Etikett) – ich habe Bergamotte und Minze genutzt, würde aber wohl eher auf Lavendel oder noch mildere Beduftung das nächste Mal gehen
  • 20 ml Vitamin E Öl (Tocopherol)

Zubehör

  • Kochtopf mit heißem Wasser
  • hitzebeständiges Gefäß zum Schmelzen der Sheabutter
  • ein sterilisiertes Gefäß zum Mixen
  • Stabmixer
  • sterilisiertes Gefäß für die Bodylotion

So gelingt die Bodylotion:

  • Sheabutter sehr langsam im Wasserbad schmelzen
  • Wenn die Sheabutter ganz leicht abgekühlt ist, in ein hohes Gefäß mit dem Basisöl geben und mit dem Schneebesen leicht aufschlagen
  • Hinzukommen nun auch die ätherischen Öle – lieber mit wenigen Tropfen beginnen. Denkt dran: Die Bodylotion bleibt den ganzen Tag auf der Haut – weniger ist hier mehr. Bei selbst gemachten Produkten neigt man zu einer starken Beduftung.
  • Nun noch das Tocopherol hinzufügen. Es dient hier gleichzeitig als Konservierungsmittel.
  • Mixtur für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen
  • Danach nochmal mit dem Schneebesen 3-5 Minuten aufschlagen – die Masse wird nun leicht moussig
    oder: Mit einer Gabel leicht auflockern – dann bleibt die Masse kompakter
  • Ins sterilisierte Gefäß umfüllen und am besten im Kühlschrank lagern

DIY Selbstgemachte Naturkosmetik Bodylotion mit Aloe Vera und Sheabutter

Die Bodylotion ist sehr zart und weich, liegt allerdings doch schwerer auf der Haut, als ich es mir vorgestellt habe – das Rezept ist also nicht nur für die heißen Tage etwas, sondern kann auch im Herbst und Winter gut funktionieren! Zurück bleibt nämlich eine streichezarte Haut.

Die selbst gemachte Bodylotion mit Aloe Vera und Sheabutter ist ca. 6 Wochen haltbar. Also lieber eine kleine Menge herstellen und dann nochmal nachproduzieren, wenn das Ergebnis gefallen hat.

DIY Selbstgemachte Naturkosmetik Aloe Vera Gel

Warum diese Inhaltsstoffe für eine DIY-Bodylotion?

Für mein DIY habe ich auf ein klassisches Basisrezept zurückgegriffen: Ein bisschen Aloe Vera, Sheabutter und Mandelöl.

Aloe Vera

Aloe Vera gehört zu den Sukkulenten und Teile von ihr findet man häufig in der Kosmetik als Feuchtigkeitsspender und Hautberuhiger. Aloe Vera Gel wirkt juckreizmindernd, kühlend, entzündungshemmend und feuchtigkeitsbewahrend. Das Allergiepotenzial ist sehr gering.

Die Hauptzutat in diesem Bodylotion Rezept ist das Gel der Aloe Vera. Aloe Vera Gel entspricht dem inneren, wässrigen Mark der Aloe-Blätter. Ich habe hierzu zwei verschiedene genutzt: Das wirklich gelige von Naissance und das flüssige von LaVita. Beide funktionieren im Rezept gleich, nur ist das von Naissance schon mit weiteren Inhaltsstoffen angereichert. Je reiner ein Aloe Vera Gel ist, desto flüssiger ist es auch. Checkt ruhig die Zusammensetzung.

Wer mehr erfahren will, schaut am besten mal bei Olionature vorbei  – ohnehin eine Seite, die man sich bei Infos über Inhaltsstoffen oder selbstgemachte Naturkosmetik merken sollte.

Sheabutter

Sheabutter wird aus der Nuss des Sheabaums bzw. Karitébaums gewonnen. Sie hilft trockener, neurodermitischer und barrieregestörter Haut und gilt als ausgesprochen verträglich, entspannt gereizte und beanspruchte Haut. Die Karitébutter (wie sie auch genannt wird) reguliert den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und wirkt rückfettend, beruhigend und glättend. Sie eignet sich perfekt als Basiszutat für naturkosmetische Rezepte und verbindet sich gut mit weiteren Ölen. Weitere Infos findet Ihr auf Olionatura.

Die hier verwendete unraffinierte Sheabutter hat einen starken Eigengeruch, der nicht zu jedem weiteren Duft passt. Der ganz spezielle Duft der Sheabutter schreckt viele ab: Er wirkt irgendwie nussig, aber auch muffig und etwas schwer. Dennoch ist in der unraffinierten Sheabutter deutlich mehr ursprüngliche Wirkstoffe enthalten.
Nur zu meinen Duftkomponenten der Bergamotte passt er leider wenig.

Sheabutter in der Naturkosmetik unterstützt häufig soziale Projekte in den Orten, wo sie gewonnen wird. So auch hier: Es werden 600 Frauen in einer Kooperative unterstützt.

Mandelöl

Als Basisöl habe ich Mandelöl eingesetzt – ein gut verträgliches Öl, was genauso wie Aprikosenkernöl für alle Hauttypen eingesetzt werden kann. Es wirkt in einer Creme (aber auch pur) etwas schwerer als Aprikosenkernöl, erzeugt aber in Cremes eine weiche, geschmeidige und pflegende Konsistenz.

Gemeinsam mit der Sheabutter wird so eine ausgewogenen, rückfettenden und befeuchtenden Pflege geschaffen. Mehr Infos bei Olionatura.

Was bei DIY-Kosmetik beachtet werden sollte

Bei selbst hergestellter Kosmetik ist ein bisschen Vorsicht geboten: Die Hygiene spielt eine große Rolle! Richtige Kosmetik wird in Laboren in absolut sterilem Umfeld produziert – das schafft man vermutlich zu Hause nicht!

Ich habe daher alle meine verwendeten Hilfmittel und Tiegel zumindest abgekocht. Zusätzlich können diese noch mit hochprozentigem Alkohol ausgewischt werden.

Des weiteren kennt man sich mit Inhaltsstoffen und vor allem der Menge natürlich auch nur so bedingt aus: Tastet Euch langsam ran! Eine Gesichtscreme ist vielleicht nicht das beste DIY für den Einstieg. Ich persönlich würde mich da auch nicht rantrauen, weil meine Haut im Gesicht viel zu sensibel reagiert.

Bei Incipedia findet Ihr einen kritischeren Artikel darüber.

DIY Selbstgemachte Naturkosmetik Bodylotion mit Aloe Vera und Sheabutter und Schimmer

DIY-Fails gehören auch dazu

In meinem ersten Rezept habe ich viel zu viel ätherische Öle rangekippt. Die Bodylotion und vor allem mich konnte ich nicht riechen. Daher: Lieber erstmal nur wenig!

Für den Sommer hatte ich übrigens die Idee, meine Haut nicht nur zu Pflegen, sondern Ihr auch einen leichten Glow zu verpassen. Also habe ich zusätzlich meinen (ohnehin nicht mehr genutzten) flüssigen Highlighter von Alverde dazugemengt. Am Anfang sah das auch noch alles gut aus, aber die beiden Komponenten haben sich nach dem Vermengen wieder voneinander getrennt.
Und den Schimmer auf der Haut sucht man leider auch vergebens.

DIY Selbstgemachte Naturkosmetik Bodylotion mit Aloe Vera und Sheabutter

Wer nun Lust auf selbstgemachte Naturkosmetik bekommen hat, dem sei auch Mrs. Rosemary und Schwatzkatz empfohlen.

Meine ersten DIYs waren übrigens absolute Basics:

  • Ein Körperöl mit Orange
    das Rezept und ein paar Infos zu Basis- und Wirkstoffölen findet Ihr hier
  • Ein Körperpeeling mit Kaffee und Lavendel
    Kaffeesatz lesen oder lieber mit etwas Olivenöl zum Peeling nutzen? Das Rezept dazu findet Ihr hier

Habt Ihr schon mal eigene Naturkosmetik-Produkte hergestellt?
An welches Rezept habt Ihr Euch getraut?

Grünste Grüße,
Euer Fräulein Immergrün


Transparenzhinweis: Ich wurde kosten- und bedingungslos zu diesem Event eingeladen. Weil ich Diesen Samstag aber so sympathisch finde, habe ich einfach darüber geschrieben.


♦ Pressesample
 /// Dieses Produkt wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Trotzdem gilt: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur die landet hier auf dem Blog.

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4 Kommentare

  • Reply
    Emma
    15. Oktober 2018 at 20:39

    Hah, die Beschreibung des fails finde ich super 😂 und sehr sympathisch. Genau so geht’s mir bei diy auch oft, deswegen bin ich inzwischen nur noch ganz pur unterwegs und mache nur noch Reinigungsöl (leider kein NK Emulator – hast du hier schon Erfahrungen?) und einen Leinsamen leave in Conditioner, alles ohne Duft.
    Gegen aloe vera bin ich leider allergisch, meine Hautärztin meinte damals (auch diy nämlich frische aloe vera direkt aufgeschnitten und auf die Haut), dass frische aloe vera durch die vielen Wirkstoffe ziemlich hoch allergen ist, allerdings in normaler Kosmetik so verarbeitet ist, dass nicht mehr viel davon übrig bleibt.
    Liebe Grüße!

    • Reply
      Frl Immergruen
      15. Oktober 2018 at 20:46

      Liebe Emma,
      bzgl der Aloe Vera – da hat Incipedia einen ganz interssanten Artikel drüber geschrieben. Das bestätigt auch das, was du sagst: Hoch allergen und das es doch der ein oder andere eben nicht verträgt. Aber sie macht auch Schluss mit einigen Mythen rund um den Saft ;).

      Mit Reinigungsöl, Emulgatoren oder Conditionern hab ich noch keine Erfahrung. Mein Öl rum reinigen nehme ich ganz schnöde aus dem Glas und nehme es dann mit einem einfachen Lappen ab. Das hat für mich gut funktioniert. Du hast das mit deinem Emulgator vermutlich gar nicht nötig, oder?

      Und ein bisschen den ganzen Schein beiseite schieben und auch mal von Fails erzählen finde ich wichtig. Vielleicht spart sich dann der ein oder andere die Erfahrung.
      Für Pur bin ich im übrigen auch!
      Ich verwende Gesichtspflege auch ohne ätherische Öle und Co und fahre damit sehr gut. Häufig sind mir beduftete Produkte mittlerweile viel zu krass.
      Kennste bestimmt?! 😉

      Liebe Grüße

      • Reply
        Emma
        16. Oktober 2018 at 21:20

        Haha – ja kenn ich 😉 und bin da mittlerweile auch sehr streng. Habe dank dir die Cremekampagne gefunden und sehe ‚zwangsweise‘ Beduftung deswegen echt nicht mehr ein!
        Den Post von shenja schaue ich mir gleich mal an, klingt ja spannend.
        Genau, mein Reinigungsöl emuliert selbst auf und ich wasche es einfach ab. Ich hatte vor einigen Jahren eine Krise der Haut – sie wurde immer empfindlicher und ich bekam mehrmals die Woche Kontaktdermatitis, sodass ich dann nur noch das Reinigungsöl (Sonnenblumenöl und polysorbat 80), das Öl zur Pflege und erst später wieder Sonnencreme (biosolis, das einzige was ich vertragen habe, die ist schon sehr schwer um Vergleich zu den heutigen Produkten) nehmen konnte und meine Hautärztin riet mir, auch mechanische Reizung zu lassen. Keine Waschlappen, keine Pinsel, auch mit den Fingern nur ganz sanft arbeiten, das Gesicht am besten lufttrocknen lassen… Das war lästig, aber der Reset hat geklappt und ich kann wieder viel mehr verwenden, ohne zu reagieren, bin aber halt sehr vorsichtig.
        Liebe Grüße!

        • Reply
          Frl Immergruen
          5. November 2018 at 22:18

          Liebe Emma,
          dein Reinigungsöl klingt echt spannend. Gerade jetzt in der kühleren Jahreszeit ist das bestimmt sehr angenehm.

          Ich finde es echt spannend, was Haut so macht und kann, auf was sie reagiert und wie wir am Ende irgendwie damit lernen müssen umzugehen. Meistens, in dem wir unsere Pflege reduzieren.
          Außerdem scheinst du eine gute Hautärztin zu habe. Das ist nicht selbstverständlich.

          Ich hatte damals tiefe Unterlagerungen, die einfach entzündet waren (tief in der Haut) und schmerzten. Es waren wohl ein Form von Milien. Meine Hautärztin hat mir eine Bromcreme verschrieben – ich wusste nicht, dass die der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entzieht und eigentlich noch eine zusätzliche Pflege benötigt.
          Irgendwann war ich mal bei einem Hauttest in der Apotheke und dort stellte sich heraus, dass meine Haut einfach kaum Feuchtigkeit, aber auch wenig Fett hatte. Da hatte die Bromcreme also noch zusätzlich reingehauen!
          Mir wurde dort der Tipp gegeben, meine Haut vor allem mit viel Feuchtigkeit zu versorgen – und siehe da: Die tiefen Pickel waren Geschichte.
          Als ich dann später noch den Weg zur reizfreien (bzw. -armen) Hautpflege geschafft habe, hat sich die Haut nochmal deutlich verbessert.

          Jeder muss da seinen Weg finden und keine Haut ist wie die andere. Aber wir können den Nutzer/innen Tipps geben oder zumindest mal Denkanstöße. Das mag ich! Und deshalb mag ich auch Deinen Kommentar hier! Danke

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