persönlich

Was war los im März

Zugegeben: der März hat mir einmal komplett den Boden unter den Füßen weggezogen. Er hatte es in sich, war fordern und hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt.

Eigentlich wollten wir Anfang April zum großen Urlaub nach Neuseeland aufbrechen. Einen Monat weg von allem. Eine Rundreise mit den tollsten Eindrücken von Nord- und Südinsel des Sehnsuchtlandes. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Nachdem ich im Februar gesundheitlich ins Trudeln geraten bin und nicht an der Vivaness oder dem Blogs’n’Pizza teilnehmen konnte, sollte sich Mitte März zeigen, was der Grund dafür ist.

Ein Schnupfen hätte gereicht.

Auf Instagram hatte ich es schon erwähnt – vor allem um zu erklären, warum es nun viel stiller ist. Und nicht, weil ich hier um Mitleid hasche! In meinen Gällengängen und meiner Leber wurde ein Tumor gefunden.

Uff.

Seitdem läuft die Diagnostik und ich bin seit fast 3 Wochen im Krankenhaus – mit Unterbrechungen, in denen ich nach Hause darf. Mittlerweile werfe ich mit medizinischen Abkürzungen um mich, kenne das Ärzte- und Pflegeteam ganz gut und bin froh und dankbar, eine Klinik mit Spezialisten quasi vor der Haustür zu haben.

Ich bin jetzt einfach mal meine eigene Heldin.

Neben 1000 Fragen und kaum Antworten hat sich automatisch was ganz anderes eingestellt: so viel Zuversicht, Mut, Optimismus, Hoffnung und Kraft habe ich wohl schon lange, wenn nicht sogar noch nie, verspürt.

Alles wird gut! Ich werde meine Zeit brauchen, aber ich gehe davon aus, wieder komplett gesund zu werden. Denn meine Vorteile überwiegen ganz klar: jung, fit, vital und eigentlich kerngesund. Das wird also wieder.

Ich werde meine eigene Heldin sein und kämpfen. Und sicherlich so ganz andere Dinge über mich erfahren und entdecken. Ich werde daran wachsen und mich verändern. Ich werde am Ende stärker aus der ganzen Sache rausgehen.

Wie auf einer großen Wanderung: Schritt für Schritt werde ich ans Ziel kommen.

Meinen Weg habe ich mir jetzt wie eine große Wanderung vorgestellt. Der Weg wird sicherlich nicht einfach – anstrengend wohl eher. Es wird Umwege geben. Ich werde Pausen benötigen. Und ich werde ab und an jemanden benötigen, der mich ans Ziel erinnert und mich mit zieht.

Über mich

Diesen tollen Support erhalte ich voll umfänglich von meinen Herzensmenschen – meinem Freund, meiner Familie, meiner besten Freundin.

Darüber hinaus aber auch von so vielen Menschen mehr – Bekannten, Kollegen, anderen Bloggern. Das überwältigt mich, denn damit hätte ich nie gerechnet. Ich sammle alle positiven Gedanken, alle Vibes und alle gedrückten Daumen. Und setze sie in guten Portionen ein.

Und ich bin auch froh, dass ich Menschen habe, mit denen ich mich direkt austauschen kann. Einfach, weil sie selbst gerade in der Situation sind oder waren. Ihr wisst, wer gemeint ist.

Ich bin dankbar dafür. Ein Netz voller Unterstützung, Wärme und Liebe.

Und plötzlich verschieben sich die Prioritäten ganz stark.

Gesundheit als höchstes Gut. Herzensmenschen, die mir mit viel Liebe den Rücken stärken. Umarmungen mit ganz viel Wärme. Alltagsfreuden als Lichtmomente. Jeden Moment genießen. Lachen und nicht den Humor verlieren (mein behandelnder Arzt kennt nun schon meine schlechten Witze). Dankbar und achtsam durchs Leben gehen. Atmen.

Vergessen ist sogar ein bisschen die Arbeit, für die ich sonst so brenne und alles gebe. Vergessen ist meine innere Unruhe, die mich manchmal Samstagmorgen um 7Uhr aus dem Bett holte.

Und wenn ich wieder gesund bin, werde ich die Krankenhauskost revolutionieren ;). Denn die schlägt mir zusätzlich ganz schön auf den Magen: kaum frisches Obst oder Gemüse, übermäßig viel Fleisch, hochverarbeitetes Zeug. Mein Highlight war das Fertigei was als Omelette angepriesen wurde.

Aber ich will nicht meckern – ich kümmere mich einfach im Anschluss drum. Und wenn man sich über sowas noch aufregen kann, dann scheint doch der Rest zu passen.

Was ich gelernt habe und lernen werde

Gelernt habe ich auf jeden Fall durch den ganzen Kram, dass man auf sein Inneres hören muss und sich da von Ärzten nicht zu schnell abwimmeln lassen sollte.

Nach Wochen voller Schmerzen und einer ersten kleinen Ausbremsung durch meine Hausärztin, bin ich froh, weiter gefragt zu haben und an eine kompetente Fachärztin gelangt zu sein. Die hat dann auch schnell gehandelt. Nur so können wir es angehen und alles wieder richten.

Die größte Herausforderung wird nun für mich Geduld sein. Ich bin kein geduldiger Mensch und ich warte nicht gern. Wenn es etwas beginne, will ich es am Stück durchziehen. Ich werde auch nicht gern warten gelassen.

Warten gehört nun dazu. Manchmal Stunden, manchmal Tage. Dabei gilt es, den Kopf trotzdem schön oben zu halten und sich nicht von der Zuversicht abbringen zu lassen. In diesen Zeiten überkommt mich manchmal Panik oder Angst. Die gehört dazu und ich werde lernen, damit umzugehen.

Ich entscheide mich jedes Mal aufs neue für die Hoffnung.


Ich wünsche euch Gesundheit, Zufriedenheit und die richtigen Prioritäten im Leben.

Alles wird gut, euer Fräulein Immergrün.

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1 Kommentar

  • Reply
    Sibylle
    30. März 2019 at 19:26

    Ich wünsche Dir, viel Kraft! Wird ein längerer Weg werden. Denk nicht an Deine Arbeit… Alles wird gut. 🙂
    Liebe Genesungsgrüsse

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