persönlich

Was war los im April

Und wieder so ein Monat, der wohl auch für mehrere gereicht hätte. Eine Achterbahn, viel Kraft nutzen und dabei Mut und Zuversicht immer im Gepäck mit dabei haben.

Ich werde wohl noch eine Weile weiter über meine Krankheit schreiben.

Uff!

Rausgestellt hat sich einiges: Es ist Krebs – ein seltener, der nochmal viel seltener in meinem Alter ist. Er befindet sich in meinem Bauch und die OP musste abgebrochen werden, weil er inoperabel ist.
Kurz darauf war es schon mal kurz knapp und das beherzte Eingreifen der Ärzte hat mich gerettet.

Nun müssen es weitere Therapieformen mit meiner Unterstützung schaffen: Chemotherapie, Strahlentherapie, Lasertherapie. Was genau kommt, weiß ich nicht.

Ein bisschen widerstrebt es meiner Natur: Noch keine Infos zu haben, aber doch eben loszulegen. So wird das angegangen, was sich steuern lässt.

Ich bin meine Heldin

Nur eins weiß ich: Ich schaffe das! Ich will das schaffen! Ich kämpfe und ich überlebe. Denn so Scheiße die ganze Situation ist (und natürlich weine ich darüber), weiß ich doch eins: Nur mit vereinten Kräften und allen Optionen zusammen wird das was.

Die Schulmedizin, meine mentale Stärke mit tiefer Willenskraft, eine Ernährungsumstellung (die sogar viel Spaß macht), wieder Bewegung (wenn auch mit kleinen Schritten), Liebe von meinen Herzensmenschen, ein Glaube an Wunder – gemeinsam als Einheit und ganzheitliches Konstrukt.

Dankbarkeit × Positivity

Ich habe diesen Monat noch einmal mehr über Dankbarkeit gelernt: Meine Menschen um mich herum, haben so ein großes Herz und unterstützen mich in so unterschiedlichen und vielen Situationen. Ich habe viele gute Menschen um mich herum und bin dankbar dafür.

Das Leben schmeckt süß und jeder Situation versuche ich was Positives abzugewinnen. Manchmal fühle ich mich wie diese ganzen seltsamen Hashtags, die ich früher so naserümpfend betrachtet habe – nun ist das Gefühl in mir und es soll bitte bleiben.

Genießen in vollen Zügen – ob es ein Buch, der Quark mit Himbeeren oder frische Luft am See ist. Es fühlt sich alles richtig an.

Cospudener See Pier 1

12 Kilo weniger

Und während ich mich mittlerweile wohl schon fast esotherisch anhöre, habe ich im Krankenhaus 12 Kilo verloren.

Wie hätte ich mich früher darüber gefreut! 12 Kilo bedeutet für mich bei Kleidergröße 38/ 40 gelandet zu sein – normal eben. Und ein kleines Teufelchen in mir freut sich auch darüber.

Aber ich will ehrlich sein: 12 Kilo in wenigen Wochen im Krankenhaus können nicht gesund sein. Es sind viele Muskeln verschwunden, die es gilt wieder aufzubauen.
Ich brauche Reserven, für alles Weitere um stabil zu bleiben. Skurile Welt!

Atmen und Bewegung

So lerne ich eben neue Dinge kennen: Das erste mal Qi Gong hat sich gut angefühlt. Die Bewegung bekomme ich mit großer Bauchnarbe auch hin und es fühlt sich sogar ganz gut an.

Normalität

Während sich das ganze Leben um mich herum irgendwie geändert hat und ich manchmal mehr denn je den Wunsch nach Normalität habe, möchte ich das an den einen oder anderen Stellen wieder mehr aufnehmen.

Wenn hier also doch mal wieder ein Blogartikel mit Naturkosmetik auftaucht, heißt das wohl, dass es mir gut genug geht um mich auf diese Normalität wieder einzulassen. Ganz ohne Druck und Zeitrahmen.

Das Leben kann sich nicht nur um diese Krankheit drehen und zwischendurch darf es auch mal die Freude über einen Lippenstift sein. Oder ein für gut befundenes Hagebuttenkernöl (für die Narbenpflege) und die tolle Creme von Incipedia.

Den Abschlusssatz, dankbar für das Leben und jeden Moment zu sein, spare ich mir. Alles wird gut!

Grünste Grüße,
Euer Fräulein Immergrün


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