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Was war los im MAI

Heimatgefühl Lausitz
Das war ein verdammt ruhiger Monat hier auf dem Blog. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann ich das letzte Mal so lange so wenig geschrieben habe – das dürfte wohl nur im Urlaub vorgekommen sein. Und selbst da habe ich die Beiträge häufig vorgeschrieben, so dass ihr das gar nicht mitbekommen habt.

Tatsächlich könnte ich viel auf die Datenschutzgrundverordnung schieben, die mich mit dem System von Blogspot ein bisschen verzweifeln ließ. Ich habe einige Wochenenden und Abende mir damit um die Ohren geschlagen und ein so richtig zufriedenstellendes Ergebnis habe ich wohl nicht.
Aber ich habe einen Entschluss gefasst: Ich muss weg von Blogspot! Bisher war ich eigentlich immer ziemlich zufrieden damit, denn ich hatte schon das Gefühl, genug Freiheit zu bekommen. Mit ein bisschen HTML-Trickserei bin ich oft weitergekommen. Aber tatsächlich wurde ich im Rahmen der Gesetzesänderung ziemlich hängen gelassen – bis heute hat Google eigentlich nicht viel umgesetzt. Es gibt einen Cookiebanner und Open ID ist als Kommentarnutzer weg … und leider war es das auch.
Klar: Ganz nebenbei habe ich auch meine HTML- und CSS-Kenntnisse aufgefrischt und sollte wirklich mal über einen Kurs bei den Codegirls von Leipzig nachdenken. Vor allem, wenn ich zu WordPress und/ oder einem selbstgehosteten Blog wechseln möchte.
Leider bedeutet das einige Arbeit (die vielleicht sogar Spaß macht), aber eben auch eine nochmal intensivere, weil auch besser steuerbare, Auseinandersetzung mit dem neuen Gesetz.
Das hat mir auf jeden Fall jeglichen Spaß am Schreiben, Fotografieren und vor allem Bloggen genommen. Ich saß an einigen Abenden vor meinem Editor, der Cursor blinkte und es flutschte nicht mehr. Ich hoffe einfach, dass es nur eine Phase ist.
Aber davon mal abgesehen, war ich viel unterwegs, habe gut gegessen, jede Menge Sonne und frische Luft genossen – auch wenn es sehr warm ist: Es tut so gut, wieder lange draußen zu sein! Die Abende werden länger, der Wein schmeckt auf dem Balkon einfach nochmal besser und erst die frischen Erdbeeren …. nomnomnom.
Und das Blogger Leben macht ja nicht nur wegen aller Beiträge Spaß, sondern vor allem auch wegen der vielen Menschen, die man so trifft.
Dieses Monat hatte ich gleich doppelt Gelegenheit!
Blogs’n’Pizza LeipzigBlogs’n’Pizza Leipzig
So trafen sich viele Leipziger Blogger wieder zum Blogs’n’Pizza. Diesmal im La Strada (Nähe Südplatz), das mich tatsächlich relativ positiv überrascht hat. Das Hauptthema war natürlich – wer hätte es ein Tag vor in Kraft treten der DSGVO ahnen können – natürlich genau die. Am Ende waren wir uns aber alle einig: Das Internet wird schon nicht untergehen und wir werden uns gegenseitig nicht abmahnen. Der Rest wird sich wohl zeigen.
Mit dabei waren übrigens u.a. Anne von Annabelle sagt, Natalie von Marla & the Gang, Alena von Raumzucker, Anja von Schönes + Leben, Aileen von Minzgrün, Martin von Dunkel.Dreckig.Reudnitz und noch viele andere.
15jähriges Jubiläum Panometer Leipzig
[ 2tes Foto von Raumzucker ]
[ Werbung ohne Auftrag| Einladung ]* Gleich ein paar Tage später, wurde ich zum Blogger-Event des Panometers eingeladen. Anlass war das 15jährige Jubiläum und Kiss&Tell wollten das mit einigen Leipziger Bloggern und Instagramern feiern.
Bei strahlend blauen Himmel im offenen Gasometer stießen wir also mit Sektchen an und folgten dann einer Lügenführung durch die derzeitige Ausstellung. Dabei werden mal Wahrheiten, aber eben auch mal Unwahrheiten erzählt und anschließend gemeinsam gelüftet – so bleibt es interaktiv und spannend. Im Panometer selbst wird derzeit das 360° Bild der gesunkenen Titanic ausgestellt. Und auch wenn ich persönlich andere (bisherige) Bilder als besser geeignet empfand, war es schon sehr beeindruckend, mal die Dimensionen dieses gesunkenen Kolosses nachzuempfinden.
Danach fühlten wir uns kurz wie beim Kindergeburtstag mit bunter Zuckerwarte, Crepes und Waffeln, Cocktails und Luftballons. Ein absolut gelungener Sonntag.
Blick von der Burg Stolpen, SachsenBlick von der Burg Stolpen, Sachsen

[ Werbung ohne Auftrag | selbst bezahlt ] Auf dem Weg Richtung Heimat – ein runder Geburtstag stand an – kamen wir an der Burg Stolpen vorbei. Die touristischen Unterrichtungstafel (ja, so heißen die braunen Schilder an den Autobahnen), zeigte zwischen Dresden und Bautzen plötzlich den kleinen Ort an und wir fuhren einfach ab.
Stolpen ist wirklich ein bisschen verschlafen und über den ruhigen Gassen ruht die Burg. Bekannt geworden ist sie vor allem durch Gräfin Cosel – der Mätresse von August der Starke. Über viele Jahrzehnte war diese Burg ihr „zu Hause“, der eher einem goldenen Käfig entsprach. Die Gründe sind verschieden: So schien sie eher aufmüpfig und vielleicht auch etwas narzisstisch – sie hatte aber auch großen Einfluss auf August der Starke, was seinen Beratern ein Dorn im Auge war.
Viel mehr über die Hintergründe, aber auch noch weitere geschichtliche Höhepunkte der Burg erfährt man vor Ort. Und es lohnt sich durchaus, ein bisschen mehr Zeit einzuplanen.

Drum herum gibt es ruhige Landschaft mit kitschigen Rapsfeldern und gen Süden grüßt schon die Sächsische Schweiz.

Und nachdem die DSGVO nur noch halbpräsent ist, hat man genügend Zeit sich über andere Dinge aufzuregen. Bei mir war es in diesem Monat vor allem das Fahrradfahren in Leipzig.
Ich lasse auf mein Fahrrad nicht viel kommen – obwohl die letzte Reparatur hätte nicht wirklich sein müssen –, aber das Radfahren wird zur Zeit immer … aufregender! 
In Leipzig stehen mittlerweile einige Geisterräder – das sind weiß angestrichene Räder, die an den Stellen abgestellt wurden, an denen ein Radler gestorben ist. Das macht mich nachdenklich, lässt mich meine Tour tatsächlich weniger genießen und mich mitunter etwas ängstlich werden.
Könnten wir mal bitte alle ein bisschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen?! Und mit alle meine ich alle. Denn klar kann ich mich über die Autofahrer aufregen, die mich viel zu knapp auf einer viel befahrenen Straße überholen, mir die Vorfahrt nehmen, mich noch schnell vor dem Kreisverkehr abdrängen oder auf dem Fahrradstreifen parken. Aber könnten wir Radler uns vielleicht auch ein bisschen an die Spielregeln halten?! Das würde z.B. bedeuten, die Verkehrregeln zu beachten, nicht bei Rot über die Ampel zu fahren, uns nicht gegenseitig im Kreisverkehr zu überholen oder einfach auch mal ein (deutliches) Handzeichen geben, wenn man abbiegen will.
Bei Frontal21 gibt es einen ganz interessanten Beitrag dazu, obwohl das „gegen“ im Titel wohl die Hauptproblematik beschreibt.
Das Leipzig eine fahrradfreundliche Stadt ist, halte ich übrigens für ein Gerücht – obwohl es vergleichsweise gut funktioniert. Und so habe ich keine Ahnung, wie es einige Städte schaffen wollen, das Fahrradfahren attraktiver zu machen, damit öfter mal das Auto stehen bleibt, wenn so wenig dafür getan wird. Obwohl: eine Fahrradstraße soll Leipzig ja nun bekommen – bleiben wir gespannt.
Es hilft wohl nicht „nur meckern“, sondern vor allem selbst ein „gutes Vorbild“ sein und eins bleiben: Ruhig.

Im Übrigen wird Ende August wieder zum Stadtradeln aufgerufen – dabei geht es eigentlich hauptsächlich um den Klimaschutz, verändert aber sicherlich auch die Sichtweise auf das Fahrradfahren.

Stadthafen Senftenberg

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Bis dahin ist noch ein bisschen Zeit und erstmal steht der Juni vor der Tür.
Was da so los ist – eine Miniwinni-Auswahl:

  • Wer mal wieder richtig Lust auf Musik hat, dem seien zwei (von vielen) Konzerten empfohlen!
    Am 2. Juni spielt Erlend Øye im Täubchenthal. Der Norweger ist durch Bands wie Kings of Convenience oder The Whitest Boy Alive bekannt und akkustisch sicherlich auch nochmal ein echter Tipp.
    Infos
    Am 27. Juni spielt Iron & Wine auf der Parkbühne Geyserhaus. Ich liebe diese Location im Sommer, weil sie so persönlich ist und unter freiem Himmel solche Indie-Gitarrenklänge einfach verdammt gut passen.
    Infos
  • Am 7. Juni laden VIU Eyewear ein, die neue Collection Nº 2 in Ihrem Ladengeschäft zu begutachten.
    Infos
  • Wer gerne shopped und immer auf der Suche nach Schnäppchen ist: Zalando Outlet öffnet am 14.6. im Zentrum seine Türen. Das heißt Mode zum Anfassen, Anprobieren und sich das zurückschicken sparen.
    → Infos
  • Oder vielleicht steht eher eine Hochzeit in der nächsten Zeit an?! Ob Brautpaar oder Hochzeitsgäste – ein bisschen Inspiration lässt sich bestimmt auf dem Wedding Market im Keeschen Park am 10. Juni erhaschen.  … das Hochzeitsfestival dürfte auch was für Euch sein, wenn Ihr nichts mit Hochzeiten am Hut habt ;).
    Infos
  • Wer Stadtteilfeste mag sollte sich den 9. Juni für das Kö-Fest in Schleussig und das SonderpOSTen in Reudnitz merken.
  • Am 22. Juni wird zur Langen Nacht der Wissenschaften geladen. Was im Alltag den meisten Leipzigern verwehrt bleibt, soll in dieser Nacht möglich werden: in Institute und Hochschulen gehen, Labore, Hörsäle, Magazine und Archive besuchen, an Orte gehen, an denen geforscht, untersucht und gelehrt wird – und mit Wissenschaftlern und Forscherinnen ins Gespräch kommen. Klingt gut?!
    Infos
  • Pssst … und nicht vergessen: Am 24. Juni ist Midsommar, also der längste Tag des Jahres.

 

Ich hoffe, dass es im Juni wieder öfter mit dem Bloggen klappt und ich meinen virtuellen Umzug bewältige. Auf meinen sozialen Kanälen, wie Instagram, Facebook oder Twitter erfahrt ihr ganz bestimmt mehr.
Und nun auf in den Sommer und in lange Abende im Biergarten, am Strand oder im Park.
Auf in den Juni!

 

Grünste Grüße,
Euer
*  Transparenzhinweis: Nach aktueller deutscher Rechtssprechung bin ich verpflichtet, alle Beiträge mit WERBUNG zu kennzeichnen, in denen ich Euch Unternehmen, Marken, Cafés, Restaurants und anderes verlinke, auch wenn ich kein Geld dafür bekomme, wie in diesem Fall. 
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